Leben in der Natur
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Lasst das Abenteuer beginnen!
Spaßige, sichere und lehrreiche Abenteuer für alle, das ganze Jahr über. Im Wald, auf dem Wasser oder in den Bergen.
Die Traditionen und Ursprünge des Lebens in der Natur in den skandinavischen Ländern, insbesondere in Schweden und Norwegen, sind in Werten wie Einfachheit, dem Verhältnis des Menschen zur Natur und der Möglichkeit des Einzelnen, in und mit der Natur zu leben, verwurzelt. Zeit im Freien in natürlichen und kulturellen Landschaften zu verbringen, dient dem Wohlbefinden und den Naturerlebnissen.
Warum Leben in der Natur?
Aktivitäten in der Natur tragen zur körperlichen und geistigen Gesundheit bei. Frische Luft, Sonnenlicht und körperliche Bewegung sind für unser Wohlbefinden unerlässlich.
Aktivitäten in der Natur und das Verbringen von Zeit im Freien fördern ein tieferes Verständnis der natürlichen Welt, von Ökosystemen und der Biodiversität.
Freizeitaktivitäten im Freien können die lokale Wirtschaft ankurbeln, den Tourismus fördern und Arbeitsplätze im Zusammenhang mit Outdoor-Aktivitäten schaffen.
Geschichte
Das Konzept des Lebens in der Natur reicht in Schweden bis ins frühe 18. Jahrhundert zurück. Damals setzte sich das, was heute als „grüne Welle“ bekannt ist, durch, was bedeutete, dass die Natur eine wichtige Rolle in der Gesellschaft jener Zeit sowie in den Möglichkeiten der Menschen zur Erholung und zur Stärkung von Körper und Geist spielte. Zuvor war die Natur als beängstigend wahrgenommen und mit Unsicherheit und Gefahr verbunden. Nun wurde sie jedoch zu einem Ort, an dem gesundheitsfördernde Aktivitäten wie Spaziergänge, Besuche in Parks oder neu errichtete Badehäuser die hauptsächlichen Aktivitäten im Freien darstellten. Diese standen in dieser Zeit jedoch hauptsächlich den oberen Klassen und Wohlhabenden offen, da sie als exklusiv galten und beträchtliche finanzielle Mittel erforderten.
Im 19. Jahrhundert wurde Freizeit in der Natur populär und auch für die unteren Gesellschaftsschichten zugänglich, teilweise als Folge von Industrialisierung und Urbanisierung, vor allem jedoch durch das Entstehen mehrerer Organisationen zur Förderung der Natur, wie der Svenska Turistföreningen (STF) und Friluftsfrämjandet.
Industrialisierung und Urbanisierung in den 1930er Jahren führten zu einem gesteigerten Wohlstand in skandinavischen Städten, wodurch der Allgemeinheit bessere Möglichkeiten eröffnet wurden, Aktivitäten in der Natur zu genießen.
Bessere Arbeitsbedingungen und mehr Freizeit führten in den 1950er Jahren zur „dritten grünen Welle“, mit einem wachsenden Interesse an Umwelt- und Naturfragen. Die Öffentlichkeit wurde durch Medien und Politik aus neuen Perspektiven an das Leben in der Natur herangeführt. Unter anderem begann man, Wohlfahrt aus einer Umweltperspektive zu betrachten. Herbergen und Campingplätze wurden gebaut, während das Angebot an Wanderwegen in ganz Schweden erheblich erweitert wurde.
In den 1960er- und 1970er-Jahren nahmen die Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten in der Natur in der näheren Umgebung zu, da Fitnesszentren und Freizeitzentren am Stadtrand von Städten und Gemeinden errichtet wurden. Übliche Outdoor-Aktivitäten waren Kanufahren, Wandern und Skilanglauf.
Seit seiner Einführung im Jahr 2014 wird der Schwedische Outdoor-Tag jedes Jahr am 29. April gefeiert, um auf alle positiven Effekte hinzuweisen, die das Verbringen von Zeit im Freien sowohl in der Freizeit als auch während des Schul- und Arbeitstages hat.
Schwedens Ziele für das Leben in der Natur
Das übergeordnete Ziel Schwedens für Freizeitaktivitäten in der Natur besteht darin, sicherzustellen, dass alle Zugang zu Naturerlebnissen, Wohlbefinden, sozialer Interaktion und einem besseren Verständnis von Natur und Umwelt haben, indem Möglichkeiten gefördert werden, Zeit im Freien zu verbringen und an Outdoor-Aktivitäten teilzunehmen.
Das Jedermannsrecht – Allemansrätten
Im Jahr 1974 wurde das Jedermannsrecht gesetzlich verankert, was einen wichtigen Meilenstein darstellt und die Grundlage für Freizeitaktivitäten in der Natur und deren Entwicklung in Schweden legt. Noch heute wird es als etwas Einzigartiges betrachtet und schafft unzählige Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten und die freie Bewegung in Schwedens Natur.
Weitere Informationen darüber, was das Jedermannsrecht beinhaltet, finden Sie bei Friluftsfrämjandet.
Im Jahr 2025 veröffentlichte das Naturvårdsverket "The right of public access". Dabei handelt es sich um neues und aktualisiertes Material, das Informationen über das Jedermannsrecht bereitstellt.
Egal, ob Sie einen Bergwanderweg gehen, auf einem ruhigen See paddeln oder einfach unter einem Baum sitzen – denken Sie daran, dass die freie Natur mehr ist als nur eine Aktivität: Sie ist eine Möglichkeit, die Schönheit unserer natürlichen Welt zu feiern.
Weitere Informationen über die Natur und Outdoor-Aktivitäten finden Sie hier:
Friluftsfrämjandet – Finde dein Abenteuer!
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Eva-Lena Larsdotter